Foto: Helmut Stampka

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Über die Michelklause zum Klausgupf gewandert

Da die geschlossene Schneedecke am Dreisessel nicht mehr trägt, suchte Wanderführerin Marita Schiller statt der im Jahresprogramm ausgeschriebenen Winterwanderung ein attraktives schneefreies Ziel 400 Höhenmeter darunter aus. 20 Wanderbegeisterte trotzten der schlechten Wetterprognose und machten sich auf den Weg zum Klausgupf, ein 929 m hoher Gipfel am Fuß des Dreisessels im Gemeindegebiet Neureichenau.

Vom Ausgangspunkt Altreichenau ging es zunächst einmal hinunter zum Brennerbach, der mithilfe einer Brücke überquert werden konnte. Stetig bergauf wanderte man vorbei an einer Jagdhütte bis zur Michelklause. Ab hier begann der eigentliche Aufstieg zum Klausgupf, eine imposante Wollsackfelsformation. Über eine Stahltreppe zwischen zwei Felsentürmen gelangen die Wanderer auf den Gipfel. Regen und Nebel verhinderten einen längeren Aufenthalt, der Blick in die „Neue Welt“ und ins österreichische Mühlviertel blieben der Wandergruppe verwehrt. Bergab wählte man einen sanfteren Abstieg wieder zurück zur Michelklause, die einen Unterstand für eine kurze Stehbrotzeit bot.

Anspruchsvoll und abwechslungsreich gestaltete sich der Weg durch die schluchtartige Michelklause. Der Michelbach schoss in vielen Kaskaden talwärts, der Pfad war oft nur einen Fuß breit und erforderte Konzentration und Trittsicherheit. Am Ende angelangt nutzte man anschließend den Radweg Richtung Neureichenau, der nach ca. 1 km in nördlicher Richtung wieder auf den ursprünglichen Pfad zurückführte. Dort wählte man eine weitere Variante des Rückweges, nämlich über den Fuchsenstein, eine vor 320 Millionen Jahre entstandene Felsengruppe, die man überschreiten musste.

Weiter ging es auf Wald- und Forstwegen zur bekannten Brennerin-Hütte. Der Waldhang dahin ist mit künstlerisch gestalteten Holzfiguren gestaltet und an den Baumstämmen hängen Motiv-Vogelhäuschen, ideal um einen Fotostopp einzulegen. Über die Brennerin-Wiese vorbei an der Mauerresten der alten Glashütte ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Die abwechslungsreiche, aber leider nicht vom Wetterglück begleitete Tour ließ man in Saßbach in der Brasserie Penninger ausklingen.

Bericht und Foto: Marita Schilller